Gefördert
vom Kultursekretariat NRW-Gütersloh und dem
Ministerium für Arbeit, Soziales, Stadtentwicklung, Kultur und Sport NRW |
Kunst ........
Literatur
Literatur ....... Kunst Beate Daniel
Karen Duve
Beatrix Haustein Hendrik Rost Styles Sass Alexej Schipenko |
| Rolf Wicker
Unwetterkapelle |
Rolf Wicker :::::::::::::::::::
:::::::::::::::::: Beatrix
Haustein
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Beatrix Haustein Im Mantel |
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| IM MANTEL | ........................................................................ |
| ........................................................................ | Der Bedeutungsübergang von „kleiner Mantel" zu „Kapelle" stammt aus der Zeit der fränkischen Könige. Diese bewahrten den „Mantel" desheiligen Martin von Tours als Reliquie in einem privaten Heiligtum auf, das danach seinen Namen (capella) erhielt, (aus: DUDEN 7, Etymologie, 1989) |
| wir sprechen hier kaum
über das was uns herführte manchmal sprechen wir ein gebet auch ohne gott dann wieder eine weile nichts manchmal sah ich hinter
hier singt man keine choräle
wir sitzen die stillen momente
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| Eine Invasion von wilden Kaninchen
in die Kapelle führte dazu, dass die Geistlichkeit die Kapelle vorübergehend
verschloss.
Beatrix Haustein |
| Markus Kleine-Vehn
My home is my Todesstern Animation-Stills |
Markus Kleine-Vehn ::::::::::::::
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Styles
Sass
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Styles
Sass
Wendepunkt aus: Mehr als diese wenigen Tage |
| Wendepunkt
Wir stehen beim Buffettisch, der mit allerlei Arten von
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Stadt zu und haben längst nicht genug Höhe!«
Ich laufe
ins Cockpit, überfliege das Armaturenbrett und sehe, daß keine einzige Anzeige stimmt. Sicht auf einen Wolken- kratzer, er füllt die Windschutzscheibe ganz aus, während wir stracks auf ihn zufliegen. Mir fällt auf, daß das ganz einem Hollywoodfilm gleicht, als aber das Gebäude grö- ßer und größer wird, finde ich es überflüssig, weiter nach- zudenken, ob ich träume oder nicht. Ich springe in den Pilotensessel und greife nach dem Steuerknüppel, ziehe ihn an mich, so heftig ich kann. Die Flugzeugnase hebt sich, aber nur langsam, und das Gebäude nähert sich rasch. Ich fluche und frage mich laut, warum sie diese Dinger so hoch bauen müssen. Ich ziehe weiter am Knüp- pel, so stark ich kann. Von hier oben sieht die Silhouette der Stadt im schwindenden Sonnenlicht ziemlich seltsam aus. Wolkenkratzer verschiedener Größe ragen wie prä- historische Kristalle aus dem Boden; erstarrt; als wäre da unten alles Leben ausgestorben. Erstmals fühle ich das ganze Gewicht und die Größe des Flugzeugs sowie die Schwierigkeit einer Richtungsänderung. Eine Menge von Passagieren hat sich hinter mir versammelt und ein Mann murmelt vor sich hin: »Komm schon, Junge, komm schon, geh rauf«, aber während ich mit jedem Gran der mir zur Verfügung stehenden Kraft am Steuerknüppel reiße, weiß ich, jetzt ist das ganze nur noch eine Frage der Mathematik. Entweder schaffen wir es oder nicht, und niemand kann noch etwas tun. Wir gehen hoch, rascher jetzt, aber das Gebäude ist wirklich nah, und natürlich steht obendrauf eine lange Antenne. Es hängt jetzt an einem seidenen Faden, ob wir es schaffen oder nicht, in jedem Fall wird es sehr knapp. Styles Sass, aus: Mehr als diese wenigen Tage
(edition solitude)
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| Karen Duve
zu: Rendezvous |
Kirsten Krüger ::::::::
::::::::::: Karen Duve
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Kirsten Krüger Rendezvous |
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Er wollte ihr nachlaufen, aber schon nach wenigen Schritten stolperte er über eine Wurzel und fiel ins Moos. Dort blieber in ergebener Verzweiflung liegen. Der Puls kopfte in seinem Hals und rauschte in seinen Ohren. Ihm war, als würde er jetzt selbst zu einem dieser wurmzerfressenen, leise knackenden Baumstümpfe, die hier überall herumstanden. Vor seinem Gesicht bog sich ein verzweigter Wiesenhalm, in dem sich Tautropfen gesammelt hatten. Selbst in diesem diffusen Licht glitzerten sie wie ein Kronleuchter. Ein großes Spinnennetz hing zwischen einem Gestrüpp und der Baumwurzel, die ihn zu Fall gebracht hatte, und zitterte leicht. Noch etwas anderes hatte seinen Sturz aufgeschreckt. Zuerst hörte er ein kaum wahnehmbares Knistern neben seinem rechten Ohr, dann tippte es an seinen Wangenknochen, schob sich höher und noch höher und tastete sich zärtlich auf sein Gesicht. Karen Duve
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| Bettina Meyer
Form I |
Hendrik Rost ::::::::::
:::::::::: Bettina Meyer
Beatrix Haustein ::::::: |
Hendrik Rost
Beatrix Haustein |
| WIR SPRECHEN NICHT MEHR
ÜBER UNSEREN SCHLAF. wir liegen nackt in unserem leeren raum. die telefonkabel sind fest um unser haus geschnürt. wir wissen nicht wie wir uns erreichen können. wir haben nacht. wir haben keine fenster. nur eine lampe. manchmal nehme ich die lampe und helle dein gesicht auf. ich versuche es zu berühren aber ich komme nicht an. wir haben aufgehört über unseren schlaf zu sprechen. über unsere müdigkeit. wir hören die Schneeflocken krachen. wir sind müde vom schlaf aber unsere augen gehen weiterhin rückwärts. jeder von uns sitzt sich selbst gegenüber und versucht ineinander zu schauen. nur während du schläfst frage ich dich ob du mein geschlecht berühren könntest. wir fragen nicht mehr warum wir müde sind. wir drücken unsere augen aus und trinken. Beatrix Haustein |
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form und geformtes decken sich
wie linke und rechte hand überein andergelegt gleich sind aber die dinge von der anderen seite begreifen
der hatte gesicht, brust und den körper
hat nur nüchterne Verkörperungen
geübt bis die figur sich
wieder mit Hendrik Rost |
| Matthias Hammer
Bär und Katze |
Matthias Hammer :::::::
:::::::: Karen Duve
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Karen Duve
aus: Weihachten mit Thomas Müller |
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| Sie schwiegen wieder eine Weile,
bis der Bär Thomas Müller die Katze noch einmal fragte: »Wie
ist denn jetzt dein Name?« »Nenn mich Panther. Panther, Kaiser über alle Wanderkatzen.« »Oh, Sandra Kaiser, das ist aber ein schöner Name«, sagte Thomas Müller, der immer noch Wasser in den Ohren hatte. Die Katze seufzte, fand es aber unter ihrer Würde, das Mißverständnis aufzuklären. »Warum sitzt du hier eigentlich«, fragte sie. »Ich bin verlorengegangen. Aus Versehen. So etwas kann schon mal passieren. Aber bald kommt jemand, um mich zu holen. Du wirst sehen, es dauert nicht mehr lange.“ Karen Duve, aus: Weihnachten mit Thomas Müller |
| Alexej Schipenko
Zuhause |
Beate Daniel ::::::::::::
:::::::::::: Alexej
Schipenko
Judith Gaida ::::::::::::: |
Beate Daniel
Schöner Wohnen Judith Gaida |
Judith Gaida
ZUHAUSE sie sind nett
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WOHNEN
zuhause Alexej Schipenko
Beate Daniel
Beate Daniel |
| Konstantin Lange
Reifen |
Konstantin Lange :::::::::
:::::::: Karen Duve
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Karen Duve
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| Wenn man Leben als Gefahr und
Bewegung definiert, dann lebt er aus vollen Kräften. Er besitzt ein bösartig aussehendes Auto, einen roten Mercedes voller Spoiler und mit lächerlich breiten Reifen. Er entschuldigt sich immer dafür und sagt, er habe den Mercedes nur deswegen so zugerichtet, weil ein Fotograf halt ein schnelles Auto brauche. Die Welt stürzt sich ihm mit 220km/h entgegen. Kaninchen und Dachse markiert er mit dem Profil seiner Reifen. Kann er links nicht überholen, reißt er das Lenkrad ganz nach rechts und nimmt die Standspur. Die Bremse tippt er nicht mal an. Dann prasselte Rollsplit auf die Windschutzscheibe, Grassoden fliegen, Beifahrer schreien. „Nicht schreien", sagt er, während
er sich wieder Karen Duve
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