Michael Krupp, geboren 1966 in Mendig. Studium der Germanistik, Psychologie und Niederlandistik. Lebt und arbeitet in Köln. Veröffentlichte in verschiedenen literarischen Zeitschriften. 2002 erschien im Verlag Edition Thaleia sein Erzählband »Schlafstörungen«. Preisträger »Wiener Werkstattpreis« 2002 für Prosa.

Fluchtbild

Roman

ISBN 3-937101-06-3, Euro 14,-- 294 Seiten, Broschur, 13,8 cm x 21 cm

Durch eine flüchtige Beobachtung gerät das Leben des Journalisten Ulrich Stoll ins Wanken. Seit er womöglich zum einzigen Zeugen eines Verbrechens geworden ist, sucht er unermüdlich nach Beweisen und fühlt sich dabei zusehends verfolgt. Immer hartnäckiger verstrickt er sich und seine Umgebung in ein tragikomisches Verwirr-spiel, das bald mehr und mehr außer Kontrolle gerät . . .

Romanzitate:

„Ich sollte unbedingt wieder Abstand gewinnen, lautete ihre versteckte Botschaft, fand ich. Mehr noch, ich sollte mir darüber im Klaren sein, dass ich nicht der Einzige war, der einen gespenstischen Kampf austrug, dass ich nicht der Einzige war, dem etwas Unsichtbares, vielleicht etwas Totes im Nacken saß, dass ich nicht der Einzige war, der ein wenig Ruhe auf der Flucht bedurfte.“

„Meine kümmerliche Freizeit nutzte ich vor allen Dingen, um meinen Verfolgern, wo und wer immer sie auch waren, die ganze Lächerlichkeit ihres Unterfangens vor Augen zu halten. Ich ging in Museen und schaute mir stundenlang nur ein Exponat an. Den verwaisten Zoo besuchte ich und schenkte all meine Aufmerksamkeit einem zerzausten Orang-Utan, der sich seiner zur Schau gestellten Gefangenschaft zu schämen schien und schwerlich aufzublicken wagte.“ (www.wiesenburgverlag.de)